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Interview mit Gregor B

Series: Interview mit Deutsche Papa, Gregor B

Es freut mich euch mitzuteilen, dass wir heute ein Interview mit einem deutschen Papa, Gregor, haben. Macht euch einen Kaffee, und lest, was er zu sagen hat...

Wie viel Kindern hast du und in welchem Alter sind sie?

3 Kinder (2,4 und 5)

Wie alt warst du, als du ein Vater geworden bist und denkst du, dein Alter hat einen Einfluss darauf, wie du als Vater bist?

Ich war 33 als ich Vater geworden bin. Ich denke, dass Alter ist zweitrangig, wichtiger finde ich, dass man in geordneten Verhältnissen lebt.

Hast du Elternzeit genommen? Wenn ja, wie lange?

Ja, ich habe Elternzeit bei jedem Kind genommen, jeweils den ersten und neunten Lebensmonat.

Wir alle wissen, dass Frauen durch die Schwangerschaft müssen und alle körperlichen, geistigen und 90% der emotionalen Veränderungen erleben, die damit einhergehen. Und oft sind Männer nicht wirklich involviert. Denkst du bitte zurück an die Schwangerschaft deine Frau / Partner: wie hast du versucht, diese erstaunliche Reise mit ihr zu erleben?

Ich empfand die Schwangerschaft als eine spannende Phase, vor allem die erste. Durch Schwangerschafts-Apps haben wir versucht die Veränderungen “live“ mitzuverfolgen

Wie fühlst du dich, wie hast Du Dich als Mann seit dem „Papa werden“ verändert?

Ich fühle mich nicht mehr oder weniger als Mann als vorher, nur älter und müder.

Je nach dem Alter Deines Kindes, was ist der größte Kampf als Vater heutzutage, wo alles von Technik und „instant“ dominiert wird?

Der größte Kampf war das erste Kind, die weiteren waren wesentlich leichter. Den Übergang von selbstbestimmt auf fremdbestimmt war herausfordernd 😉

Wie schaffst du elterliche Unterschiede mit deiner Frau / Partner?

Ich bin sauer und schweige.

Welche 3 Ratschläge kannst du den Männern geben, die ihr erstes Kind in die Welt bringen wollen?

1. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

2. Das Buch “Jedes Kind kann schlafen lernen“.

3. Auf einem Bein steht es sich schlecht.

Hast du oft "Me-Time"? Wenn ja, was macht ein Vater, wenn die Familie nicht mit ist?

Ja, ab und zu. Ich gehe dann meistens mit Freunden für ein paar Tage wandern.

Was ist die größte "Life Lesson", die du gelernt hast, seitdem du ein Vater bist?

Bedingungslose Liebe und bedingungsloses Vertrauen.

Was spielst du gerne mit deinem Kind(ern)?

Memory, Lego und Ich-sehe-was-was-Du-nicht-siehst

In welcher Weise hast du die Mutter deines Kindes geehrt?

Ich lasse sie ausschlafen.

Und als letzte: Was ist deine Meinung über "Push-Geschenke"?

Ich habe bis gerade noch nie von Push-Geschenken gehört und mußte gerade erst einmal meine Frau fragen, was das ist. Eigentlich müßte der Mann ja auch Push-Geschenke bekommen 🙂 Im Ernst, meines Erachtens ist das totaler Schwachsinn!

Vielen Dank für Deiner Zeit und Deiner Ehrlichkeit, Gregor.

Kennt ihr vielleicht auch Väter, die auch ihre Meinung kundtun möchten? Oder habt ihr Kommentare, so hinterlasst sie gerne. Ich freue mich darauf!

Zephora

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Interview mit Kai

Series: Interview mit Patchwork-Daddy und Blogger, Kai B

Heute haben wir ein Interview mit Kai aus Hamburg. Ich freue mich sehr, dass er sich die Zeit genommen hat, mir ein paar Fragen als Vater zu beantworten. Hier könnt ihr nun lesen, was er so denkt...

Wie viel Kindern hast du und in welchem Alter sind sie?

Ich bin Kai, 45 Jahre und Patchwork-Daddy aus Hamburg. Meine Frau hat vor etwa 12 Jahren bereits zwei tolle Kinder mit in die Beziehung gebracht, die heute 21 und 19 Jahre alt sind. Wir haben dann vor fünf Jahren aber noch eine gemeinsame Tochter bekommen.

Wie alt warst du, als du ein Vater geworden bist und denkst du, dein Alter hat einen Einfluss darauf, wie du als Vater bist?

Ich war schon 40 Jahre, als ich Papa wurde. Allerdings habe ich nicht bewusst so lange damit gewartet. Patchwork-Familien sind eine besondere Herausforderung. Daher mussten meine Frau und ich den richtigen Moment erwischen, um auch die großen Kinder mit einzubeziehen. Bestimmt beeinflusst mein Alter auch meinen Umgang mit meiner Tochter. Aber wenn ich manchmal auf dem kleinen Stuhl beim KiTa-Elternabend sitze und in die Runde gucke, dann fühl ich mich oft jünger als alle anderen. Es ist sicherlich mehr als nur das Alter, welches eine Rolle spielt.

Hast du Elternzeit genommen? Wenn ja, wie lange?

Ich habe keine klassische Elternzeit genommen, denn ich bin seit 2004 mit diversen Projekten selbstständig. Daher bin ich sehr flexibel in meiner Zeiteinteilung. Da auch meine Frau selbstständig ist, haben wir unsere Tochter bereits mit einem Jahr in einer KiTa untergebracht. Ansonsten versuchen wir bei der Erziehung ein 50/50-Modell. Ich hole Mika zweimal in der Woche von der KiTa ab, bin auch für Kinderturnen und das Schwimmen am Wochenende zuständig. Das läuft seit fünf Jahren super und ich geniesse jede Minute mit der Familie.

Wir alle wissen, dass Frauen durch die Schwangerschaft müssen und alle körperlichen, geistigen und 90% der emotionalen Veränderungen erleben, die damit einhergehen. Und oft sind Männer nicht wirklich involviert. Denkst du bitte zurück an die Schwangerschaft deine Frau / Partner: wie hast du versucht, diese erstaunliche Reise mit ihr zu erleben?

Da es für meine Frau bereits die dritte Schwangerschaft war, war sie relativ gelassen. Und es ging ihr auch recht gut während der gesamten Zeit. Ich war deutlich aufgeregter, habe das Anwachsen des Bauches verfolgt und sie zu jedem Arzttermin begleitet. Einen Geburtsvorbereitungskurs wollte sie gar nicht. Insofern haben wir uns gemeinsam auf die Zeit mit Baby vorbereitet.

Wie fühlst du dich, wie hast Du Dich als Mann seit dem „Papa werden“ verändert?

Es gibt ja immer die Leute, die einem erzählen wollen, wie sich das Leben durch ein Kind verändert. Man denkt dann ja meist „Jaja, redet Ihr nur…“. Und plötzlich hält man im Kreißsaal diesen kleinen Knopf auf dem Arm und dann weiß man plötzlich, was die anderen gemeint haben. Ich habe durch meine Tochter viele Emotionen freigesetzt, die ich in dieser Form nicht kannte. Das Bedürfnis, ihr jede Minute ein gutes und sicheres Gefühl zu geben, die Traurigkeit über das Leid anderer Kinder, der besondere Geruch von Ihr am Morgen nach einer verschlafenen Nacht, das Vermissen, wenn ich unterwegs bin… es sind viele Momente, die ich mir früher nicht hätte vorstellen können. Ich empfinde meine Tochter jeden Tag, jede Sekunde, als ein riesiges Geschenk.

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Je nach dem Alter Deines Kindes, was ist der größte Kampf als Vater heutzutage, wo alles von Technik und „instant“ dominiert wird?

Kinder brauchen 100% Aufmerksamkeit. Daher läuft bei uns zuhause der Fernseher nicht täglich, sondern nur gelegentlich. Wenn ich nach Hause komme, lege ich das Handy weg und lasse auch andere technische Geräte in der Schublade. Na klar weiß Mika, wie ein Smartphone funktioniert. Allein schon wegen der vielen Fotos, die wir damit machen. Und auf einer langen Autofahrt darf sie auch etwas auf dem Tablet spielen oder sehen. Trotzdem erleben wir eine intensive gemeinsame Zeit, in der wir zusammen im Spiel versinken, ein Buch lesen oder tolle Touren unternehmen. Und beim letzten Urlaub habe ich tagsüber das Handy gar nicht mitgenommen. Verrückt, oder? 😉

Wie schaffst du elterliche Unterschiede mit deiner Frau / Partner?

Es gibt bei uns keine klare Aufgabenverteilung. Zumindest nicht von uns aus. Allerdings entscheiden Kinder ja oft auch selbst, wer in welcher Situation besser helfen kann. Am Abend ist eine Geschichte aus dem Buch – derzeit „Räuber Hotzenplotz“ – und das Zähne putzen meine Aufgabe. Meine Frau übernimmt dafür das „In den Schlaf kuscheln“. Darauf bin ich etwas neidisch, denn das ist ein schöner Moment. Umso schöner war, als Mika mich kürzlich fragte, ob ich sie ins Bett bringe.

Abgesehen davon gibt es ein paar Sachen, die meiner Frau weniger Spaß machen. Ins Schwimmbad oder Trampolinpark gehe ich, dafür hat meine Frau mit unserer Tochter ein Hochbeet angelegt. Eltern sind Vorbilder, daher zeigen wir ihr, was man alles erleben kann.

Welche 3 Ratschläge kannst du den Männern geben, die ihr erstes Kind in die Welt bringen wollen?

Der erste Ratschlag ist, nicht auf Ratschläge zu hören. Denn ich glaube, dass es fast zu viele Ratgeber und Internet-Angebote gibt, die eher verwirren als Lösungen liefern. Auf unserem eigenen Väter-Magazin „Daddylicious“ schreiben wir daher nicht darüber, wie man vermeintlich ein besserer Vater wird. Sondern wir testen Familienautos, interviewen spannende Papas oder berichten vom Familienurlaub. Ich denke, Eltern haben ein Bauchgefühl und eine Intuition für das richtige Verhalten. Daher bin ich mit Tipps eher zurückhaltend.

Ansonsten ist vielleicht noch der Hinweis hilfreich, bereits von Beginn an viel Zeit mit dem Kind zu verbringen. Das stärkt die Bindung. Auch wenn es sich für viele Papas im ersten Jahr noch komisch anfühlt, weil das Kind nicht so richtig viel zurückgibt. Lasst Euch davon nicht entmutigen, jede intensiv erlebte gemeinsame Zeit hilft für später.

Und dann habe ich noch eine Empfehlung: ich selbst habe kurz vor der Geburt einen Erste-Hilfe-Kurs belegt. Und das fand ich super. Denn die Grundlagen der Sofortmaßnahmen sollten alle Eltern kennen. Auch wenn man hofft, sie nie anwenden zu müssen. Aber eine Murmel ist schnell verschluckt. Da sollten Eltern wissen, was zu tun ist.

Hast du oft "Me-Time"? Wenn ja, was macht ein Vater, wenn die Familie nicht mit ist?

Tatsächlich bin ich recht selten allein unterwegs. Manchmal für den Job, das lässt sich nicht vermeiden. Aber ich habe keine Kumpelrunde, die regelmäßig auf mich wartet. Und mit dem Golf spielen habe ich fünf Jahre pausiert, weil es eben recht zeitaufwendig ist. Dieses Jahr habe ich wieder angefangen. Und auf der letzten Runde hat Mika mich sogar begleitet. Insofern ist mir „Me-Time“ nicht besonders wichtig.

Was ist die größte "Life Lesson", die du gelernt hast, seitdem du ein Vater bist?

Mädchen stehen auf Rosa, auf Glitzer, auf Ponys und auf Ballett. All diese Sachen standen bei uns gar nicht auf dem Zettel, im Gegenteil. Wir hatten nie ein Püppchen vor Augen, die sich anzieht wie Prinzessin Elsa. Aber Kinder haben ihren eigenen Kopf und eigene Wünsche. Seit Mika selbst entscheidet, was Ihr gefällt und was sie morgens trägt, ist der Kleiderschrank überwiegend Pink.

Und am Wochenende gehen wir manchmal Reiten. Ach ja, zur Ballettstunde gehen wir auch, weil das ihre Freundinnen auch machen. Wir unterstützen sie bei allen Dingen, die sie ausprobieren möchte und sorgen aber auch dafür, dass die Entscheidung dann auch verbindlich ist. Das klappt super.

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Was spielst du gerne mit deinem Kind(ern)?

Unsere Palette an Spielen ist groß. Wir spielen klassische Brett- und Kartenspiele wie Uno, Stone Age oder auch mal Memory. Größere Projekte sind unsere BRIO-Eisenbahn oder Rennautos. Aber oft toben wir auch einfach durch den Garten, spielen Rollenspiele, kümmern uns um ihre Puppen oder den Bauernhof oder bauen Fantasie-Gebäude aus LEGO zusammen. Mika ist recht kreativ, sich Spiele auszudenken und uns einzubeziehen. Manchmal bekommen wir auch eine Zirkus- oder Tanzvorstellung. Jeder Tag ist anders.

In welcher Weise hast du die Mutter deines Kindes geehrt?

Ich denke, dass ein Kind grundsätzlich auch die Beziehung stärkt, wenn beide sich der neuen Aufgabe annehmen und auch wissen, dass die Zeit vorbei ist, in der man sich überwiegend um seine eigenen Interessen kümmert. Wir sind happy mit unserer Tochter und ich danke meiner Frau häufig für dieses Geschenk, welches sie mir gemacht hat. Das passiert mit Gesten und Worten, nicht mit teuren Geschenken.

Und als letzte: Was ist deine Meinung über "Push-Geschenke"?

Tatsächlich musste ich gerade erstmal nachlesen, was ein „Push Present“ ist, denn dieser Brauch hat mich bisher noch nicht erreicht. Aber tatsächlich habe ich meiner Frau zur Geburt ein Geschenk gemacht. Allerdings eher etwas Nützliches, denn ich habe eine recht teure digitale Spiegelreflexkamera gekauft, damit wir ordentlich viele tolle Bilder und Videos von unserer Tochter machen können. Darüber hat sie sich sehr gefreut. Zum Glück steht sie nicht so auf Schmuck oder anderen teuren SchnickSchnack. Also war das wohl mein „Push Present“.

Seid ihr vielleicht auch Väter und möchtet eure Meinung kundtun? Oder habt ihr Kommentare, so hinterlasst sie gerne. Ich freue mich darauf!

Zephora

Interview with Shiraz W

Series: a chat with Cape Town dad and hobby photographer

This week we are chatting with Cape Town Dad and Fast Cars junkie, Shiraz. Shiraz is 41, married and has been a dad for 21 years. Let's grab a mug of coffee and hear his story...

How many children do you have and what are their ages?
Well, I have 4 beautiful children: a 21 year old daughter from previous marriage; my eldest son is 15, an adopted daughter who is 12 and my youngest little rascal son is 10

How old were you when you became a dad and do you think your age had any influence on how you parent?
20 years old – and yes: back then I was young and stupid

As apposed to now - being old and wise?
Haha

Did you take Paternity Leave?
No – took few days off at the beginning yes, but needed to be back at work

We all know that women go through pregnancy and experience all the physical, mental and 90% of the emotional changes that goes along with it. And often men are left out of much of that. Thinking back to your wife's pregnancy, how did you try to experience this amazing journey with her?
By being by her side when she needed me: from running her bath; to rubbing her back when needed; to running out at night for crazy cravings. I was present at every doctors’ appointment – as well as at the birth of our 2 boys

How do you feel you, as a man have changed since becoming a dad?
I became more responsible – you become more focused. Your focus shifts from yourself to your kids

What do you feel is the biggest struggle as a father in this age of technology and 'instant' everything?
Social media – you have to move with the times and adapt accordingly where technology is concerned or you’ll be left behind. But technology does not influence our lives, or at least I try to not let it. There is a time and place for everything in our family/household. Time for chores, homework, family time, outings and as a family, we love the outdoors and we instill this in our kids

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Shiraz with his eldest daughter

How do you manage parental differences with your wife?
Communication a big part of parenting – my wife and I are very strict when it comes to discipline, respect and honesty with our kids. We will decide together on a reward or a punishment. My wife is a tad stricter than I, but she does it for the kids because she only wants the best for them, and I support her fully.

What 3 pieces of advice can you give men who are about to welcome their first child into the world?
Be ‘present’
Take responsibility
Be a father – a role model (especially if you are welcoming a boy)
Treat your wife/mother of your child/ren with respect
Assist your partner
Enjoy the new journey together
“Anyone can be a dad, it takes a man to be a father”

Do you often have "Me-time"? If yes, what does a dad get up to when family is not tagging along?
Not at all – I don’t do anything without my family 🙂

What is the biggest "Life Lesson" you feel you have learnt since becoming a dad?
Quality time – life is short – anything can happen when you loose focus

How do you encourage family time with your family?
No cellular devices; taking long drives; going camping; doing things together

What is your favorite game to play with your kid(s)?
Besides XBOX, we love fishing together or going to the beach for a quick swim

How have you honored the mother of your child(ren)?
By giving her everything she wants and deserves

I want to thank Shiraz for contributing to this Series. I hope to have a few more dads stepping forward and giving us a glimpse into life as a dad.

Until next time, let's all try to "be present" in our children's lives as well as our partners'.

Zephora